Hallo mobiles Internet
Wie bereits vor kurzem angekündigt, möchte ich gerne was zu meinen Erfahrungen mit Apples iPhone 3G schreiben. Es ist, wie gesagt, ein äußerst leistungsfähiges Gerät, hat so ziemlich alle Schnittstellen, die man sich vorstellen kann und glänzt durch seine intuitive Bedienung. Das ist mit eines der größten Pros für dieses Gerät. Seit ich mobil telefoniere hatte ich diverse Geräte von Siemens, Nokia und Samsung und wirklich keins von diesen kann bedienungstechnisch mit dem iPhone mithalten. Der Touchscreen macht unheimlich viel Spaß, vor allem deshalb weil er eben einfach funktioniert, auch die minimalste Berührung löst eine entsprechende Aktion aus. Der Touchscreen reagiert jedoch nur auf Finger, also auf Wärme. Ein Pen, wie man ihn vom Nintendo DS oder Palm kennt, funktioniert hier nicht. Die Tastensperre ist dadurch die effektivste, die es bisher gab. Man kann sich darauf verlassen, dass in der Tasche nichts passiert was man nicht will.
Ein weiteres Highlight ist der AppStore. Wenn man sich dazu durchgerungen hat Apples Allgemeine Geschäftsbedingungen zu akzeptieren steht einem eine unerschöpfliche Auswahl an sogenannten Apps zur Auswahl. Einige sind kostenfrei, andere kosten. Die Preise variieren zwischen 0,59 € für eine Stundenplan-App bis zu 99,- € für die TomTom-App. Neben zahlreichen fragwürdigen Apps (Wer benutzt schon sein iPhone als Wasserwage?! Niemand? Egal, es geht!
) gibt es allerdings auch durchaus nützliche Begleiter für jeden Tag. Die Apps machen es mir möglich mich jederzeit über Sportevents, TV- und Kinoprogramm (in meiner Nähe), die nächste S-Bahn Haltestelle, den DB-Fahrplan, die nächsten Geocachings (;)) usw. zu informieren. Außerdem habe ich immer den genauen Überblick über meine Arbeitsstunden, meine Finanzen inklusive MensaCard (auch wenn grad mal kein Automat in der Nähe ist), meine eMails und das Wetter. Selbst mein Blog lässt sich über eine App vom iPhone aus verwalten. StudiVZ, Facebook, XING, eBay und IM sind auch immer mit dabei. Als ich noch ein Auto hatte, habe ich ein Tankbuch geführt, mach ich später wieder, aber direkt mit dem iPhone.
Eine besondere App gilt es noch genauer zu testen. Sie heißt BugSpray und soll angeblich durch ein lautes, für Menschen nicht hörbares Pfeifen Insekten fernhalten. Nächste Woche steht der Urlaub in einem Haus am See mit viel fiesem Ungeziefer an. Bin gespannt ob es funktioniert. Die Kommentare im AppStore über diese App sagen, dass es klappt..
Ich habe das iPhone mit der TomTom-App als Navi benutzt. Es funktioniert ganz gut, bis zu einer Geschwindigkeit von ungefähr 140 km/h. Ist das bei eigenständigen Navigationsgeräten auch so?
Darüber ging regelmäßig der GPS-Empfang flöten. Aber in der Stadt funktioniert es wunderbar, es sei denn man fährt zu schnell..
Die Synchronisation via iTunes funktioniert wie erwartet soweit ganz gut. Die Kontakte aus dem alten Handy waren in meinem Outlook und gingen von da aus problemlos ins iPhone. Es gibt wohl auch die Möglichkeit seine Kontakte ausschließlich online zu speichern, zum Beispiel bei Google. Für mich kommt das allerdings nicht in Frage, Google muss ja auch nicht alles über mich wissen, und Eure Daten einfach so an Google übergeben darf ich ja bestimmt auch nicht..
Es gibt noch eine Suchfunktion, die das komplette iPhone auf einen Suchbegriff hin abgrast. Da werden Treffer gefunden in den Kontakten, im iPod und sogar in den Apps. Das haben die Jungs von Apple gut gemacht. Jeder Kontakt lässt sich bis ins kleinste Detail pflegen, Telefonnummer, Adressen, URLs, Jahrestage, Geburtstage, Namen, Spitznahmen, Titel, blablabla. Das schöne ist, dass z. B. die TomTom-App auf die Kontakte Zugriff hat und man so einfach innerhalb der TomTom-App die Adresse eines bestimmten Kontakts auswählen kann zu der man navigieren möchte. Das erleichtert die Favoritenpflege doch erheblich.
Ein Manko ist eindeutig der Akku. Wenn ich das Teil viel benutze muss es abends an die Steckdose. Besondere Stromfresser sind offenbar WLAN, UMTS und die Displaybeleuchtung. Diese kann das iPhone allerdings automatisch regeln und passt die Leuchtkraft automatisch an die Lichtverhältnisse in der Umgebung an, was eben auch Strom einsparen kann.
Abgesehen davon bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden und kann es nur empfehlen. Allerdings sollte man bei den Preisen über einen Vertrag nachdenken oder ein günstiges Angebot finden.
Weiterhin ist es vielleicht gut zu wissen, dass dieses Telefon nur dann wirklich Spaß macht, wenn man es mit Internet versorgen kann. WLANs gibts ja überall..
Fragen?
Nachtrag: Markus schreibt in seinem Blog über ein ähnliches Gerät. Lest auch dort mal nach.
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